FB 3 Erziehungs- und Kulturwissenschaften

Institut für Evangelische Theologie


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Neuerscheinungen am Institut für Evangelische Theologie

Die Weisheit und der Gottessohn, Prof. Dr. Ulrike Mittmann

Die Weisheit und der Gottessohn
Studien zur hermeneutischen Grundlegung einer Theologie des Neuen Testament
Herausgegeben von Ulrike Mittmann

2021. X, 456 Seiten
eBook PDF
ISBN 978-3-16-156064-4 DOI
154,00 € inkl. gesetzl. MwSt.
Die Weisheit und der Gottessohn 978-3-16-156064-4 - Mohr Siebeck

Die vorliegende Sammlung von Einzelstudien Ulrike Mittmanns zielt auf einen hermeneutischen Neuansatz in der Grundlegung einer Theologie des Neuen Testaments. Neu gegenüber allen bisherigen Versuchen, das Neue Testament einer theologischen Gesamtanalyse zu unterziehen, ist die für alle untersuchten Schriften geltende Verankerung in der alttestamentlich-jüdischen Weisheit. Die Autorin zeigt, dass die christologische Entwicklung sich im Horizont der alttestamentlich-jüdischen Weisheit vollzog, die in hellenistischer Zeit alle Bereiche theologischer Reflexion umfassend systematisierte. Die Systematisierung ging einher mit der Ausformung eines binitarischen Gottesbildes, das wegweisend war für die christologische Reflexion des Urchristentums und die spätere Ausbildung eines trinitarischen Gottesbildes.

 

 

Jenseits von Eigennutz
Potentiale und Grenzen evolutionstheoretischer Perspektiven zur Beschreibung der christlichen Religion

Gegenwärtige evolutionstheoretische Perspektiven untersuchen Religion hinsichtlich der Frage, wie sie evolutionär entstanden ist oder worin ihr evolutionärer Vorteil liegt bzw. ob Religion überhaupt einen evolutionären Vorteil darstellt (z. B. Pascal Boyer, Justin L. Barrett, Stewart E. Guthrie, David S. Wilson).

Diese Arbeit bringt evolutionstheoretische Perspektiven demgegenüber noch einmal anders zur Sprache. Sie positioniert das biblische Sozialethos im Gegenüber zu evolutionär erfolgreichen Verhaltensweisen. Nächstenliebe gegenüber Fremden und Statusverzicht werden biblisch als gebotene Verhaltensweisen bestimmt gegenüber einem evolutionär erfolgreichen Verhalten der Sorge um die Erhöhung der eigenen Überlebens- und Reproduktionschancen zulasten anderer.

Zugleich ist der Mensch aus der Perspektive einer evolutionären Anthropologie Natur- und Kulturwesen, von archaischen Instinkten getrieben und zugleich lehr- und lernfähig. Er kann Narrative und Rituale entwerfen, die sein Verhalten jenseits archaischer Instinkte informieren. Christlicher Glaube übt in diesem Sinn in Orientierung an der geglaubten Güte Gottes eine Wahrnehmung der Welt ein, wonach Lebensmöglichkeiten nicht gegeneinander ausgespielt zu werden brauchen, sondern miteinander entwickelt werden können. Er widerspricht damit evolutionär vorgeprägten Verhaltens- und Wahrnehmungsstrukturen des Menschen (vgl. Soziobiologie, evolutionäre Pschologie).

Potentiale und Grenzen evolutionstheoretischer Perspektiven zur Beschreibung der christlichen Religion
70,00 € *  (D) inkl. MwSt.
Lieferzeit 3-5 Werktage (Deutschland)
266 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3-525-56857-6
Vandenhoeck & Ruprecht, 1. Auflage, 2021

 

Lebensbeschreibung der exemplarischen Pietistin Beata Sturm (1682‒1730)
Georg Conrad Rieger
(Herausgegeben von Martin H. Jung)

Edition Pietismustexte, Band 14

2020
280 Seiten | 12 x 19 cm
Paperback
WGS 2542
ISBN 978-3-374-06677-3

Eine sehbehinderte Frau, die ihre Hände zum Beten faltet – so präsentiert der Hofmaler Isaak Lieffkopf die zum württembergischen Pietismus zählende Stuttgarter Juristentochter Beata Sturm (1682– 1730). Und ihr Biograph Georg Conrad Rieger (1687‒1743) gibt mit seiner Titelformulierung, in der er die Frau mit der aus dem Neuen Testament bekannten Tabea oder Tabita (Apg 9) vergleicht, zu erkennen, wer sie eigentlich war: eine Jüngerin Jesu, die viele gute Werke tat und an der die Krankheit und Tod besiegende Macht Gottes sichtbar wurde. Am liebsten wäre sie »Prediger« geworden, bekannte Beata Sturm ihrem Seelsorger Rieger. Gleich nach ihrem Tod begann er ihre Biographie zu schreiben. In Württemberg wurde »Jungfer Sturmin« nach ihrem Tod wie eine Heilige verehrt, und Rieger bemüht sich in seiner auf persönlichen Kenntnissen beruhenden Biographie, ihr Leben und Wirken so zu schildern, dass sie möglichst vielen zum Vorbild werden konnte. Sein Buch ist ein Beispiel evangelischer Hagiographie und gibt aber zeitgenössische Einblicke in die Frömmigkeits- und Lebenspraxis des frühen 18. Jahrhunderts.

 

 

Verkörperung - eine neue interdisziplinäre Anthropologie
Herausgegeben von:
Gregor Etzelmüller, Thomas Fuchs und Christian Tewes

 

Embodiment in Evolution and Culture
Ed. by Gregor Etzelmüller and Christian Tewes
[Verkörperung in Evolution und Kultur.]

2016. IX, 383 Seiten.
69,00 € inkl. gesetzl. MwSt. ,fadengeheftete Broschur, ISBN 978-3-16-154736-2
Auch verfügbar als: eBook PDF
Veröffentlicht auf Englisch.

Natur und Kultur, Geist und Körper sind ineinander verschränkt und konstituieren sich wechselseitig. Der vorliegende Band lotet aus, was diese Einsicht für unser Verständnis des Menschen bedeutet. Der Mensch ist verkörpert und gestaltet durch seine leiblichen Handlungen den Verlauf der Evolution mit.

 

 

Die Reformation
Theologen, Politiker, Künstler
Martin H. Jung

Sprache: Deutsch179 Seiten, mit 9 Abb., kartoniertISBN: 978-3-525-55782-2Vandenhoeck & Ruprecht, 1. Auflage 2008

Die Reformation
Die Reformation ist die spannendste Epoche der deutschen und der europäischen Geschichte. Mit der Reformation beginnt die Neuzeit, aber auch die bis heute andauernde Spaltung der abendländischen Christenheit in zwei Konfessionen. Die theologischen Entscheidungen und die Prägungen der Frömmigkeit, die im Protestantismus und im Katholizismus des 16. Jahrhunderts getroffen wurden, wirken bis in die Gegenwart. Auf der Basis neuester, vielfach eigener Forschungen führt Martin H. Jung von Luthers Thesen 1517 bis zum Augsburger Religionsfrieden 1555. Das Buch ist biografisch gegliedert, aber es ist keine Sammlung von Biografien, sondern eine zusammenhängende Darstellung der Reformationsgeschichte unter Einschluss kulturgeschichtlicher Aspekte. Biografische, theologische und politische Perspektiven werden miteinander vernetzt und Zusammenhänge aufgewiesen.Dabei kommen nicht nur Luther und andere Reformatoren in den Blick, sondern auch ihre Anhänger und ihre Gegner, ferner Politiker und Bischöfe sowie Künstler und Gelehrte, die für die Epoche von Bedeutung waren. Die Frauengeschichte der Reformationszeit wird ebenso einbezogen wie die christlich-jüdische Geschichte. Den Auftakt bilden die Wegbereiter der Reformation: die Humanisten.
Weitere Details:
Maße (BxHxT): 12,3 x 20,5 x 1,6cm, Gewicht: 0,224 kg

 

 

Jetzt auch in japanischer Sprache"
Die Reformation" von Jung, Martin H. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Religionen und der globale Wandel"
Reinhold Mokrosch / Habib El Mallouki

Produktbeschreibung:
Religionsgemeinschaften befinden sich im Umbruch: Säkularisierung, Pluralisierung, Digitalisierung, Globalisierung und Ökonomisierung fast aller Lebensbereiche, Migration und Flucht vor Krieg und mentaler Not haben zu Veränderungen im Bewusstsein religiöser und nicht-religiöser Menschen geführt. Weiterhin wachsen neue Formen von Esoterik und Spiritualität, die neben den traditionellen, institutionalisierten Religionsformen öffentlich sichtbarer werden. Und der neue pluralitätskritische Populismus fördert Abgrenzung, Ausgrenzung, Rassismus und Nationalismus. Wie reagieren Religionen besonders in den Bereichen Politik, Wirtschaft und Bildung hierauf? Personen aus verschiedenen Religionsgemeinschaften beziehen in diesem Band Stellung und treten in einen Dialog ein.

Autorenportrait:
Prof. Dr. Reinhold Mokrosch lehrte Evangelische Theologie und Religionspädagogik an der Universität Osnabrück. Prof. Dr. Habib El Mallouki ist Professor für islamische Literatur und Arabistik am Institut für Islamische Theologie der Universität Osnabrück.

Mit Beiträgen von:
Aufderheide, Detlef / Czada, Roland / El Mallouki, Habib / Gümüsay, Ali Aslan / Günzel, Angelika / Jähnichen, Traugott / Kellner, Martin / Klapheck, Elisa / Magonet, Jonathan / Merkel, Helmut / Mokrosch, Reinhold / Murtaza, Muhammad Sameer / Müller-Using, Susanne / Nord, Ilona / Sami, Ahmed / von Scheliha, Arnulf

 

 

  • Benjamin Sommer

    Theologischer Rationalismus – irrationaler Antijudaismus
    Die Sicht des Judentums im Werk des Heidelberger Exegeten Heinrich Eberhard Gottlob Paulus (1761-1851)

 

 

 

 

 

 

Religion and Illness
von Annette Weissenrieder (Herausgeber), 
Gregor Etzelmüller (Series Editor)
(Englisch) Taschenbuch – 4. November 2016

What are the relevant conceptualities and terminologies marking the coupling of religion and medical interpretations of illness in different religions such as Judaism, Islam, Buddhism, and Christianity? How do religious orientations influence courses of a disease? How do experiences of illness change images of the divine in late modernity? This collection of essays from a symposium held at the International Research Institute of the University of Heidelberg examines connections between religious and medical interpretations of illness in different cultures in order to suggest criteria for coupling religion and medicine in ways that enhance rather than diminish life. By discerning which relationships between religion and medicine appear to be beneficial and which harmful, the book as a whole proposes criteria that are not limited to a single scientific approach, cultural tradition, or time period (such as the present). The book has four parts, which deal with Islamic medicine, Chinese medicine, and the relationship between religion and medicine in both Jewish and Christian traditions. All chapters cover from antiquity to the present.

  • Die anthropologischen Konzeptionen im Judentum der hellenistisch-römischen Zeit bilden ein wichtiges Bindeglied zwischen den entsprechenden Traditionen der älteren Texte der Hebräischen Bibel und denjenigen des Neuen Testaments sowie der rabbinischen Überlieferungen. Sie als einen konstitutiven Faktor religiöser Identität wahrzunehmen, ist für die religionsgeschichtliche Erforschung des antiken Judentums wie auch für eine an Traditionslinien orientierte Biblische Theologie unabdingbar. Trotz zahlreicher Forschungen zur Antropologie der biblischen Überlieferungen im Alten und Neuen Testament bzw. zu den anthropologischen Konzepten ihrer Nachbarkulturen stellt eine Aufarbeitung dieser Thematik aber ein Forschungsdesiderat dar. Vor diesem Hintergrund versammelt dieser Band 20 einschlägige Aufsätze international bekannter Wissenschaftler zum Thema „Sünde und Tod“ . Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Einbeziehung des Materials aus den benachbarten Kulturen, wobei auch ägyptische Quellen zu Wort kommen. Der Band bietet so exemplarisch wichtige Grundlagen für die weitere Erforschung der antik-jüdischen Anthropologie in ihren kulturellen Bezügen.