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Studierende unterstützen Grabungskampagne in Israel - Universität Osnabrück verstärkt ihre internationalen Austauschbeziehungen in Studium und Lehre

Die Universität Osnabrück verstärkt ihre internationalen Austauschbeziehungen in Studium und Lehre mit Israel. Seit 2019 kooperiert Prof. Dr. Anselm C. Hagedorn vom Institut für Evangelische Theologie mit dem Sonia and Marco Nadler Institute of Archaeology der Universität Tel Aviv. Das Niedersächsische Wissenschaftsministerium bezuschusst die Zusammenarbeit der beiden Institute nun mit 22.000 Euro.

© Shua Kisilevitz/ Tel Motza Expedition Project

© Shua Kisilevitz/ Tel Motza Expedition Project

Wichtiger Bestandteil dieser Kooperation ist die Teilnahme von Studierenden an den archäologischen Ausgrabungen in Tel Motza, unweit von Jerusalem. Nach einer coronabedingten Verschiebung steht nun die erste Grabungskampagne mit Osnabrücker Beteiligung im August 2021 an. Zehn Osnabrücker Studierende warten auf ihre Covid-19 Impfung, um an der Grabung teilnehmen zu dürfen.

Archäologen der israelischen Altertumsbehörde haben in Tel Motza Hinweise auf einen eisenzeitlichenTempel (ungefähr 1000–600 v.Chr.) gefunden, der nur sieben Kilometer nördlich von Jerusalem (City of David) stand. Der Fund wurde bereits 2012 im Rahmen einer Rettungsgrabung für den Ausbau der Schnellstraße zwischen Jerusalem und Tel Aviv gemacht. Die Ergebnisse der Rettungsgrabung konnten jedoch nicht alle Fragen beantworten. Deshalb wurden die Ausgrabungen von der Universität Tel Aviv unter der Leitung von Prof. Dr. Oded Lipschits und Shua Kisilevitz wieder aufgenommen.

© Anita Tiedtke / Universität Osnabrück

© Anita Tiedtke / Universität Osnabrück

„Diese Tempelanlage stellt zahlreiche Fragen an die Rekonstruktion der Religions- und Wirtschaftsgeschichte des antiken Israels in der Forschung“, so Dr. Anselm Hagedorn, Professor für Altes Testament und Antikes Judentum an der Universität Osnabrück. „Mit der Grabung wollen wir einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der Geschichte des östlichen Mittelmeerraumes leisten.“
Die Studierenden der evangelischen Theologie bereiten sich nun intensiv in einem Seminar auf ihren Aufenthalt in Israel vor. Dort werden sie zusammen mit Studierenden aus Tel Aviv, Prag und Los Angeles das Leitungsteam unterstützen und versuchen, den Fragen, die durch die Tempelanlage in Tel Motza aufgeworfen worden sind, nachzugehen und diese zu beantworten. Für ihr eigenes Studium stellt die Grabung sowie der Austausch mit den anderen Studierenden eine große Chance dar, erläutert Prof. Hagedorn.

„Durch die Vermittlung eines breiten Spektrums an interkulturellen und fächerübergreifenden Kompetenzen bietet die Universität Osnabrück ihren Studierenden Anreize, im Rahmen der Ausbildung nicht nur fundierte fachwissenschaftliche Kenntnisse, sondern gleichzeitig auch ein individuelles Kompetenzprofil zu erlangen“, so Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke, Vizepräsidentin für Studium und Lehre an der Universität Osnabrück. Wesentliche Elemente bei der Erreichung dieser Ziele sind auch Aufenthalte im Ausland. „Die Kooperation mit der Universität Tel Aviv sowie die Grabungskampagne in Tel Motza sind ein wichtiger Baustein der Internationalisierungsstrategie der Universität Osnabrück.“

Im Rahmen der Kooperation entsteht momentan eine Dissertation, die von Prof. Hagedorn an der Universität Osnabrück betreut und von der Friede-Springer-Stiftung finanziert wird. Daneben sollen weitere Vorträge und Fachartikel den Forschungsdiskurs anregen. Im Rahmen des Vorbereitungsseminars ist ebenfalls ein öffentlicher Vortrag von Prof. Dr. Oded Lipschitz und Shua Kisilevitz in Osnabrück geplant.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Anselm C. Hagedorn Universität Osnabrück
Institut für Evangelische Theologie, Altes Testament und Antikes Judentum
Neuer Graben/Schloss, 49069 Osnabrück
Tel. +49 541 969 4706,
 E-Mail: anselm.hagedorn@uni-osnabrueck.de

 

 

Auszeichnung der Masterarbeit

Mystik und Widerstand. Die Verbindung von Glaube und politischer Aktion bei Dorothee Sölle

im Studiengang Evangelische Religion (Lehramt an Gymnasien)

Sprengel Osnabrück der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers

Der Förderpreis des Sprengels Osnabrück wird seit 1995 an Studierende für herausragende Abschlussarbeiten oder Dissertationen im Fach Evangelische Theologie verliehen. In Zeiten zunehmender Säkularisierung ist diese öffentliche Anerkennung sowohl eine Wertschätzung individueller Studienleistungen als auch eine Ermutigung, Theologie zu studieren. »Nur wer mit Neugier und Freude studiert und forscht, wird zu vertieften Erkenntnissen gelangen und andere begeistern.« In diesem Sinne versteht sich der Preis des Sprengels Osnabrück der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers auch als Anreiz zu besonderem wissenschaftlichem Engagement in einer welt- und lebenszugewandten Theologie und Religion.

Der Förderpreis für Evangelische Theologie des Sprengels Osnabrück der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers wird seit 1995 verliehen

Preisträgerin Swantje Amelung

Rassismus, Klimakrise, Corona-Pandemie – »Angesichts der vielen großen gesellschaftspolitischen Herausforderungen hatte ich mich als Christin gefragt, ob und wie ich mich politisch verhalten soll«, sagt Swantje Amelung. In ihrer Masterarbeit widmet sie sich der impliziten Architektur der Theologie der bedeutenden Theologin Dorothee Sölle (1929-2003) und ihrem Werk »Mystik und Widerstand« (1997). Es gelingt Amelung dabei auf beachtenswerte Weise, die Aktualität von Sölles Theologie aufzuzeigen und Antworten auf ihre Fragen nach Glaube und politischer Aktion zu finden. Neben ihrem Studium engagiert sie sich ehrenamtlich in vielen verschiedenen Bereichen. Auch für ihre Zukunft hat sie bereits eine klare Zielrichtung vor Augen – obwohl sie noch nicht komplett festgelegt ist: »An erster Stelle steht das Lehramt. Ich möchte Lehrerin für die Fächer Latein und evangelische Religion an Gymnasien und/oder Gesamtschulen werden. Besondere Freude bereitet mir die Teilhabe an Bildungsprozessen von Kindern und Jugendlichen. Da ich nun allerdings erst einmal promovieren werde, bin ich prinzipiell auch offen für eine Hochschulkarriere.«

Preisträgerin auf Vorschlag von Prof. Dr. Gregor Etzelmüller

 

 

Nähe
Sommersemester 2021 Ökumenische Hochschulgottesdienste Osnabrück

Auch in diesem Semester feiern wir wieder drei ÖHGs, in denen Dozent*innen von Universität und Hochschule auf die Kanzel steigen.

  • Shirin Betzler, M. Sc. Institut für Psychologie, Universität Osnabrück Sonntag, 16. Mai | 18:00 Uhr, Katharinenkirche
  • Prof.Dr. Anselm C. Hagedorn Institut für Evangelische Theologie, Universität Osnabrück Sonntag, 20. Juni | 18:00 Uhr, Katharinenkirche 
  • Prof.Dr. med. Henning Allmers Leiter des Betriebsärztlichen Dienstes der Universität Osnabrück Sonntag, 11.Juli | 18:00 Uhr, Katharinenkirche

 

 

 

Absolventen*innenfeier
Liebe*r Absolvent*in


Liebe*r Absolvent*in, vor einigen Jahren hat dein Studium begonnen, jetzt ist es endlich soweit: Du hast deinen Bachelor- und/oder Masterabschluss in der Tasche! Das wollen wir mit dir feiern.

Am Samstag, den 30.10.2021 findet für alle Absolvent*innen, die ihren Abschluss gemacht haben, eine Feier in der Katharinenkirche (An der Katharinenkirche 8, 49074 Osnabrück) statt. Sie startet um 17:30 Uhr mit einem Gottesdienst, anschließend werden einige Grußworte gehalten, zum Schluss gibt es einen Empfang mit Sekt, Wasser und leckeren Kleinigkeiten im Seitenschiff der Kirche. Hier hast du noch einmal die Möglichkeit, mit den Wegbegleiter*innen aus deiner Studienzeit ins Gespräch zu kommen. Der Gottesdienst und die Ansprachen werden insgesamt ca. 1,5 Stunden dauern. Abhängig vom Infektionsgeschehen und den dann geltenden Maßnahmen kann es möglicherweise noch zu kurzfristigen Änderungen im Programm und Ablauf kommen, dafür bitten wir bereits im Vorhinein um euer Verständnis.

Um die Feier dennoch so gut wie möglich planen zu können, brauchen wir deine Mithilfe:Bitte melde dich bis Freitag, den 01.10.2021 zur Feier an. Dazu schicke bitte eine Mail an fs-ev-theo@uni-osnabrueck.de (Betreff: Absolvent*innenfeier). Natürlich sind deine Familie, Freund*innen und Kommilitonen*innen auch gern gesehene Gäste, deshalb teile uns bitte ebenfalls die gewünschte Anzahl der Teilnehmer*innen mit.

Vielen Dank dafür! Wir freuen uns auf dich und eine schöne Feier!

Herzliche Grüße, Deine Fachschaft Evangelische Theologie

Aktuelle Antworten zur Corona-Krise finden Sie hier